Die Vertreterversammlung als oberstes Beschlussorgan des VwdA hat auf ihrer Sitzung am 28.06.2022 nach eingehender Beratung folgende Satzungsänderungen beschlossen, über die wir Sie hiermit vorab informieren möchten:

1. neuer Beitragssatz für selbständig tätige Teilnehmer

Der Regelbeitragssatz eines selbständig tätigen Teilnehmers wird ab dem 01.01.2023 von derzeit 18 % auf den bei der gesetzlichen Rentenversicherung gültigen Beitragssatz angepasst. Diese Anpassung ist erforderlich, um allen Teilnehmern (Angestellten und Selbstständigen) entsprechend ihrem Einkommen ein identisches Rentenniveau im Rahmen der Gleichbehandlung zu gewähren.

Der ab dem 01.01.2023 gültige Beitragssatz wird im Herbst dieses Jahres final durch den Gesetzgeber festgelegt. Es ist jedoch Stand heute davon auszugehen, dass der Regelbeitrag für selbständig tätige Teilnehmer ab dem 01.01.2023 18,6 % der in § 157 und § 159 Sozialgesetzbuch VI (SGB VI) festgesetzten Beitragsbemessungsgrenze betragen wird. Selbstständig tätige Teilnehmer des VwdA zahlen dann 18,6 % ihres reinen Jahresberufseinkommens oder maximal 18,6 % der Beitragsbemessungsgrenze.

Die Satzungsänderung muss bei den Anträgen auf Festsetzung des Beitrages für das Jahr 2023 berücksichtigt werden. Die korrekte Verbeitragung wird wie bisher im Rahmen der stichprobenhaft durchgeführten Überprüfung des Jahresberufseinkommens kontrolliert werden.

Bei Fragen zu dieser Satzungsänderung erreichen Sie den zuständigen Sachbearbeiter im Mitgliederservice – Team Anwärter – unter 0711-23874-0 und der Auswahltaste 1. Alternativ schreiben Sie eine E-Mail an info@vwda.de.

2. Zuschüsse für Rehabilitationsmaßnahmen

Das VwdA kann seinen Teilnehmern ab dem 01.01.2023 zur Förderung von Rehabilitationsmaßnahmen Zuschüsse für Maßnahmen zur Erhaltung, Besserung und Wiederherstellung der Berufsfähigkeit gewähren. Bezuschusst werden können Teilnehmer, deren Berufsfähigkeit gefährdet, gemindert oder aufgehoben ist und durch Heilbehandlung voraussichtlich erhalten, wesentlich gebessert oder wiederhergestellt werden kann. Ausdrücklich handelt es sich hier um freiwillige Leistungen des VwdA, sofern die entstandenen Aufwendungen nicht von anderen Kostenträgern nach Gesetz, Satzung oder Vertrag zu übernehmen sind (z.B. durch die Deutsche Rentenversicherung Bund, Krankenkasse). Nicht bezuschusst werden jedoch beispielsweise Maßnahmen und Behandlungen im Rahmen der üblichen medizinischen Versorgung, die Ausstattung mit Körperersatzstücken und mit orthopädischen oder technischen Hilfsmitteln sowie Umschulungsmaßnahmen.

Die Zuschüsse sind in der Höhe begrenzt.

Es ist darauf zu achten, dass der Antrag auf Gewährung eines Zuschusses in angemessener Zeit vor Beginn der Heilbehandlung schriftlich zu stellen ist. Dem Antrag ist beizufügen

  • eine ausführliche Bescheinigung des behandelnden Arztes über die Art der Einschränkung oder Gefährdung der Berufsfähigkeit sowie über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten der beabsichtigten Heilbehandlung,
  • ein Kostenvoranschlag, der die voraussichtlichen Kosten der Heilbehandlung belegt,
  • Angaben über andere Kostenträger, die für eine Erstattung in Frage kommen.

Bei Fragen zu dieser Satzungsänderung erreichen Sie den zuständigen Sachbearbeiter im Mitgliederservice – Team Leistungsempfänger – unter 0711-23874-0 und der Auswahltaste 2. Alternativ schreiben Sie eine E-Mail an info@vwda.de